Hooligans : Dynamo Dresden
DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Dynamo Dresden
30.10 18:21 Frankfurt/Main (dpa) - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen den Nord-Regionalligisten Dynamo Dresden eingeleitet. Nach den schweren Ausschreitungen von Dresdner Anhängern am vergangenen Freitag während des Regionalliga-Spiels Hertha BSC Berlin II gegen Dynamo (1:1) wurde Dresden zu einer zeitnahen schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. Wie der DFB am Montag mitteilte, soll "im Anschluss daran über den weiteren Fortgang des Verfahrens" entschieden werden.
In Berlin wurden bei den Krawallen von Dresdner Fans 38 Menschen verletzt, darunter 23 Polizisten. Vier Beamte wurden mit Rippenprellungen, wegen Verdachts auf Knochensplitterungen und Gelenkverletzungen ins Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit, die 500 Beamte eingesetzt hatte. 22 Personen wurden festgenommen. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung. Auch gegen zwei Polizisten wird wegen Körperverletzung im Amt ermittelt.
Aufgeschreckt durch die jüngsten Ausschreitungen in deutschen Stadien wie in Berlin, Augsburg und Pforzheim haben der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) für diesen Dienstag zu einem "Grundsatzgespräch" in die Frankfurter DFB-Zentrale über die gravierenden Vorfälle des vergangenen Wochenendes geladen. DFB- Präsident Theo Zwanziger und Liga-Präsident Werner Hackmann erklärten den "Gewalt-Gipfel" zur Chefsache.
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